Kohlköpfe


Es gibt eine Geschichte über die Einwoner einer Insel auf der es nur Kohl zu essen gab. Diese Menschen sehnten sich danach in ein anders Land auszuwandern, in dem sie ein gesünderes und besseres Leben führen könnten. Das Problem war, das dieses Volk die Künste der Schifffahrt und des Schwimmens nie entwickelt, bzw. längst vergessen hatte.

So gab es unter der Bevölkerung einige, die sich einfach weigerten über Alternativen für das Leben auf der Insel nachzudenken. Andere versuchten wiederum an Ort und Stelle die Probleme zu lösen, ohne an die Überquerung des Wassers zu denken. Ab und zu erfand einer der Inselbewohner die Kunst des Schwimmens auf´s neue, und manchmal kam auch ein hoffnungsvoller Schüler zu so jemanden, der das Wasser zu überqueren wusste.
Doch meist entwickelte sich folgender Dialog:

"Ich möchte schwimmen lernen."
"Ah, sie wollen einen Vertrag aushandeln?"
"Das ist nicht nötig. Ich muss nur meinen Sack Kohlköpfe mitnehmen können."
"Was für Kohlköpfe?"
"Na das Essen, das ich auf der andern Seite brauchen werde."
"Dort gibt es viel besseres Essen."
"Wie soll ich das verstehen? Ich kann doch nicht sicher sein. Nein, meine Kohlköpfe muss ich schon mitnehmen."
"Aber mit einem Sack Kohlköpfe können sie nicht schwimmen!"
"Dann muss ich hierbleiben, denn für mich sind meine Kohlköpfe lebenswichtige Nahrung."

Sonderbar das Menschen so sehr an Kohlköpfe hängen. Aber was ist, wenn wir statt Kohlköpfe "Vermutungen, Ängste oder vorgefasste Meinungen" sagen, was dann?

Also ich gehe mit meinen Kohlköpfen lieber zu einem Lehrer, der versteht was ich wirklich brauche.

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